Paddelabenteuer Wannsee: Mit Faltbooten und dem Kajak nach Berlin

Paddeln auf dem Großen Wannsee

Nach einem guten Frühstück in Kleinmachnow ließen wir unsere Faltboote und das Kajak zu Wasser. Laut Wetterbericht sollte uns ein windiger aber sonnenreicher Tag bevorstehen! Wir tauchten unsere Paddel mit dem Tagesziel Berlin zu erreichen kraftvoll ins Wasser. Unsere Faltboote und ein Kajak waren bis oben hin beladen mit Ausrüstung und Proviant. Unser erstes Etappenziel lautete der Kleiner Wannsee, der in den Großen Wannsee mündet. Wir paddelten zu Beginn gemütlich durch den Teltowkanal, den wir am Tag zuvor schon erkundet hatten. Dieses mal paddelten wir nur nicht Richtung Potsdam, sondern schlugen den Wasserweg zum kleinen Wannsee ein, um mit unseren Faltbooten und dem Kajak Berlin zu erreichen. Am Kanal, der zum kleinen Wannsee führt liegen zur linken Seite schöne Villen und auf der rechten erstreckt sich ein saftig grüner Wald.

Der kleine Wannsee ist ein lang gezogener schmaler See. Geschützt durch dichten Baumbestand liegen an seinem Ufer viele schöne Villen und mehrere namenhafte Berliner-Ruderklubs. Vom kleinen Wannsee paddelt man unter einer Straßenbrücke hindurch in den Großen Wannsee. Der Große Wannsee ist mit dem kleinen gemütlichen Wannsee nicht zu vergleichen. Nach der Straßenbrücke erstreckte sich uns der Wannsee in all seiner Größe. Zugleich bekamen wir in unseren Faltbooten die AUf dem Wannsee mit dem KajakKraft des Großen Wannsees zu spüren. Der zuvor morgens abgerufene Wetterbericht bewahrheitete sich! Wir hatten an diesem Tag auf dem Wannsees um die vier bis zeitweise sechs Windstärken. Gleich zu Beginn als wir in den Wannsee einliefen schlugen kräftig die ersten Wellen an unsere Faltboote. Wir mussten schnell handeln. Zur linken Seeseite machten wir eine Marina und zur rechten Anlegeplätze für Ausflugsschiffe an der eine kleine Hafenanlage angrenzt aus. Wir beschlossen mit unseren Faltbooten und dem Kajak, auf dem Weg nach Berlin, erst einmal Schutz in der kleinen Hafenanlage bei den Ausflugsboten zu suchen. Wir mussten, um diesen Wellengang zu überstehen, schnellstmöglich unsere Spritzdecken aufziehen. Gesagt getan! Die Spritzdecken wurden im Schutz der kleinen Hafenanlage wenig später festgeknöpft und die Regenjacken übergestreift. Gute gewappnet paddelten wir mit kräftigen Schlägen aus der schützenden Hafenanlage heraus, um BerFeuerwehrboot bei Schwanenwerderlin am selben Tag zu erreichen. Sobald wir den schützenden Hafen verlassen hatten, schlugen uns die großen Wellen entgegen und rollten über unsere Spritzdecken. Wir arbeiteten uns mit unseren Faltbooten langsam am rechten Ufer Richtung Schwanenwerder entlang. Hierbei ritten wir möglichts auf den Wellen oder versuchten Sie frontal zu bezwingen. Wir waren sehr konzentriert und immer auf der Hut, um nicht von einer großen Welle umgeschmissen zu werden. Uns war klar, wir mussten den Wannsee bezwingen, unser Ziel hieß für diesen Tag Berlin.

Wir paddelten am Großen Wannsee-Freibad entlang. Bei diesem Wetter war dort keine Menschenseele zu entdecken. Die ca. 300 Meter am Freibad entlang waren sehr mühselig zu paddeln. Es ist hier sehr flach, sodass uns die Wellen und der Wind immer wieder stark Richtung Land drückten. Wir hielten aber durch und paddelten immer weiter in Villen auf SchwanenwerderRichtung der Insel Schwanenwerder. Auf der imposante Villen, vor denen elegante Schnellboote vertäut liegen, stehen. Unsere tief liegenden Faltbooten hatten trotz Spritzdecke ziemlich viele Wasser geschluckt. So mussten wir gezwungener massen auf Schwanenwerder einen Notstopp einlegen. Wir hatten gerade das Ufer mit unseren vollgelaufenen Faltbooten erreicht, da stand schon der Erste Wachmann vor uns. Er meinte, die gesamte Insel sei im Privatbesitz und wir sollen umgehend weiter paddeln. Hieraufhin machten wir dem Wachmann freundlich aber bestimmt klar, dass er es sich aussuchen kann, ob wir hier 10 Minuten unser Faltboot entwässern oder nach weiteren 10 Minuten ohne Entwässerung an Land schwimmen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass wir unsere Faltboote sowie das Kajak komplett aus dem Wasser hätten nehmen müssen. Er entschied, dass 10 Minuten schöpfen das kleinere Übel war und lies uns gewähren.

An diesem Tag waren sehr wenig Boote auf dem Wasser unterwegs. Nur wir Paddler mit vier Faltboote und einem Kajak trotzten den Wellen. Wir waren heilfroh, dass unsere Faltboote diesen Wellentälern standgehalten hatten. Vorbei am Grunewald wies uns der rote Grunewaldturm die Richtung nach Berlin. Die Uferseite am Grunewald ist wenig bebaut und mit großen Laubbäumen durchzogen. In Richtung Berlin erstreckt sich nun das Havelbecken welches sich immer weiter Berlin Spandau, die ersten Hafenanlagen verjüngt und zur Havel wird, die geradewegs nach Berlin Spandau führt. Berlin, welches liebevoll Venedig von Deutschland genannt wird, beginnt mit der Kanaleinmündung bei Pichelswerder. Es heißt: Berlin hat mehr Brücken über Flüsse und Kanäle als Venedig selbst. Vor Spandau, einige Paddelschläge nach der Kanaleinfahrt, tauchen die ersten Hafenanlagen auf der rechten Flussseite auf. Sie machten einen eher ruhigen Eindruck. Es schien so, als ob hier kein großer Frachtumschlag mehr herrscht. Dennoch bekamen unsere Faltboote engeren Kontakt mit großen Binnenschiffen, die verschiedene Güter über die berliner Kanäle und die Havel transportieren. An der Spreemündung die in die Havel führt vorbei, erhebt sich auf der rechten Flussseite die große Spandauer Zitadelle, ein mittelalterliches Bollwerk. Die Spandauer Zitadelle ist eine der bedeutendsten und besterhaltesten Renaissancefestungen Europas. Wir paddelten nach unserem ersten Schleusengang in der Spandauer Schleuse weiter die Havel hoch zu unserem heutigen Tagesziel dem „Berlin Hotel und City-Campingplatz“ in Spandau. Die Schleuse Berlin Spandau war gut auf Paddler eingestellt. Wir konnten in Ruhe anlegen und Schleuse Berlin Spandau mit zwei funktionstüchtigen Loren unsere Faltboote auf die andere Schleusenseite ziehen. Aufgrund des regen Binnenschiffverkehrs empfiehlt sich hier auf die Schleusung, per Wasserdurchfahrt zu verzichten.

Der Campingplatz liegt am Hohenzollern-Kanal zentral in Berlin-Mitte. An dem mit hohen Bäumen bewachsenen Kanal gab es für unsere Faltboote kein Landzugang. Wir paddelten daher um die Landspitze des Campingplatzes rechts in einen beruhigten Seitenkanal, der nur für kleine Sportboote befahrbar ist. Hier kommt nach ca. 200 Meter auf der rechten Seite ein in die Jahre gekommener Dauercampingplatz mit kleinem Bootsanleger. Der Platzwart war sehr freundlich. Er hatte uns erlaubt die Paddelboote aus dem Wasser zu nehmen und in Kanalnähe abzulegen. Ansonsten ist kein separater Bootszugang für den Campingplatz ohne größere Mühe (überwinden der Kanalböschung) vorhanden. Müde Lecker ein großes saftiges Steak. und erschöpft von einem anstrengenden Tag mit über 30 Kilometer Paddelstrecke, voller Wellen und ständigem Gegenwind bauten wir am späten Nachmittag unsere Zelte auf. Am Abend gingen wir als Tagesabschluss nach den großen Anstrengungen einem Männerbedürfnis nach. Wir suchten ein nahegelegenes Steakhouse auf, um jeder ein großes saftiges Steak zu verspeisen. Nach so viel geleisteter Muskelkraft mussten wir an diesem Abend unsere Energiespeicher ersteinmal wieder auffüllen. Über diesen Link kommst Du direkt zur GPS-Kartenansicht unserer Kajak-Tour nach Berlin.

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