Traumhafte Frühjahrs-Paddeltour im Warnow-Urstromtal

Traumhafte Frühjahrs-Paddeltour im Warnow-Urstromtal


Die Nächte sind Anfang April noch frostig. Langsam erwacht die Warnow aus dem Winterschlaf. Wir liessen für unsere Erstjahrestour die Faltboote sicherheitshalber zu Hause und entschieden mit den Plastikbooten zu paddeln. Unsere Tour begann bei Karnin kurz vor dem Mickowsee. Früh morgens beluden wir unsere Boote. Wir setzen ein und die anständige Strömung machte uns das Paddeln leicht. Wir genossen die morgendliche Ruhe im Warnow-Urstromtal. Nur die Wildschweine sorgten für gelegentliche Belustigung. Sie hatten die Uferböschung im Winter erheblich umgepflügt. Gerade vor Ostern ist die Zeit der Frischlinge. Wir hatten das Glück eine Muttersau mit ihren kleinen Frischlingen am Ufer zu beobachten.

Drei Flusskilometer hinter dem Mickowsee mussten wir unsere Boote zum ersten Mal aus dem Wasser nehmen. Drei Flusskilometer hinter dem Mickowsee auf der WarnowEine Wehranlage mit Fischtreppe machte uns das Passieren ohne Landgang unmöglich. Wir nahmen diese kleine Herausforderung sportlich an. Zu dieser Jahreszeit waren nur vereinzelt Angler an der Warnow zu sehen. Ansonsten gehörte uns Paddlern der Fluss ganz alleine. Das wir die Ersten Paddler waren, die dieses Jahr durch das Warnow-Urstromtal paddelten merkten wir auf dem Weg nach Weitendorf. Uns versperrten einige umgefallene Bäume, die im Wasser lagen, den Weg. Warnow-Urstromtal auf dem Weg nach Weitendorf.Gekonnt umschifften wir sie oder arbeiteten uns hindurch sowie Überweg. Wir wussten genau warum wir zur Frühjahrspaddeltouren nicht mit den RZ85-Faltbooten paddelten. Das hätten die Bootshäute der Faltboote nicht mit gemacht. Aber wir wollten ja Abenteuer und Fun auf der Warnow erleben.

Gegen Mittag erreichten wir an diesem schönen Frühjahrstag Weitendorf. Hier ist die Warnow sehr reisend und flach.Frühjahrstag an der Warnow bei Weitendorf Wir hatten unseren Spaß bei den Stromschnellen am Ortseingang, die wir geschickt durchfuhren. Nach den Stromschnellen kommt ein Wasserwandererrastplatz mit anliegender Kanuvermietung. Hier kann man gut anlanden und sich mit der eigenen Kochausrüstung ein leckeres Mittagessen zubereiten. Mittagessen an der WarnowDie Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck. Im Sommer kann hier gezeltet oder in Hütten übernachte werden. Auch als Startpunkt für Paddeltouren Richtung Rostock ist dieser Platz sehr gut geeignet.

Nachmittags machten wir uns flussabwärts auf den Fluss nach Klein Rade. Die Landschaft ist hier sehr ruhig und zu dieser Jahreszeit rau. Wir mussten mehrmals die Boote aus dem Wasser nehmen, da umgestürzte Bäume das Weiterpaddeln verhinderten. Vor dem Sommer müssen auf jeden Fall die Flussranger mit der Motorsäge einige Baumstämme zersägen. Aber vielleicht besorgen dies auch die emsigen Biber. Biberspuren an der WarnowWir konnten deren Spuren gut entlang des Warnow-Urstromtals erkennen.

Vor Eickhof trifft die Mildenitz von rechts auf die Warnow. Dies sorgt für rasantes Wasser im Warnow- und Mildenitz- Durchbruchstal. Wir nahmen die Herrausforderung erneut an und schifften gekonnt durch die reisende Strömung an diversen großen und kleinen Hindernissen vorbei. Hindernissen beim Naturdorf EickhofGegen 18:00 Uhr kamen wir nach 35 KM Flusslauf im Naturdorf Eickhof am Ziel unserer Tour glücklich aber geschafft an. Wir holten unsere Boote aus dem Wasser und verbrachten den Rest des Abends vor dem warmen Kamin. Für Anfänger und Slomo-Paddler ist diese Tour nicht optimal, aber für uns erfahrene Paddler mit Hang nach einer Herausforderung umso mehr. Ich kann diese Tagestour Erlebnisspaddlern nur wärmstens empfehlen. Im Sommer ist die Landschaft im Warnow-Urstromtal noch um einiges grüner und der Fluss ist warm und glasklar.Baumkrone Bäume im Wasser der Warnow

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